ZOE.LEELA ist eine Berliner Künstlerin, die mit der Art und Weise der Veröffentlichung ihrer Kunst bereits für Furore gesorgt hat. Ihre Debüt EP Queendom Come veröffentlichte die Berlinerin auf dem Kölner Netlabel Rec72.net, welches Kunst konsequent unter Ausschluss von Majorlabels etc. als schöpferisches Allgemeingut (Creative Commons) kostenlos unter die Leute bringt. Queendom Come verzeichnete allein im ersten Monat mehr als 34.000 Downloads.
Mit ihrem Debütalbum Digital Guilt, welches im Februar 2012 auf dem Berliner Label Motor veröffentlicht wird, fährt ZOE.LEELA eine Doppelstrategie. Sie überlässt dem Interessierten die freie Wahl, ob er sich die CD im Laden holt oder diese per Download aus dem Internet lädt. Bei der Downloadmöglichkeit kann der Interessent den Betrag zahlen, den er für angemessen hält.
Vorab kann die Single Come On bereits jetzt auf der Webseite von ZOE.LEELA geladen werden.
Hier das Musikvideo zu Come On:
„WENN ES NICHT GEHT, TU ES TROTZDEM. TUST DU ES NICHT, EXISTIERT ES NICHT.“ Orson Welles
In diesem Sinne entstand ein Album, das die alte Tante Zeitgeist kopfüber an die Wand tackert, weil es eben nicht klingt und wirkt wie ein Industrieprodukt, sondern wie Musik, die heute überall auf der Welt entstehen kann. Mit den richtigen Leuten. Ohne klassische Strukturen und Major-Handlangertum. Digital-Gott sei Dank.
ZOE.LEELAs erstes Full Length Album DIGITAL GUILT zelebriert das digitale Zeitalter und wirft – wie der Titel unschwer erahnen lässt – Fragen dazu auf. Haben wir die Informationsüberflutung überhaupt noch unter Kontrolle oder werden wir kontrolliert? Stellt uns die real-digitale Gesellschaft vor eine dauernde Bringschuld? Kämpfen wir nicht mittlerweile mit den Herausforderungen einer nachtragenden Welt, die nichts, aber auch gar nichts vergisst? „Actions are visible“ lautet eine Zeile in ZOE.LEELAs Song Come On.
Die neue Wirklichkeit – Heilslehre oder Utopie von gestern? Wo die einen das Netz als gesichtslose Hydra proklamieren, die es nach besten Kräften zu domestizieren gilt, fasziniert ZOE.LEELA die schöpferische Energie und kulturelle Freiheit im digitalen Raum. In der festen Überzeugung, dass Kreativität als Wert für alle da ist, entschied sich ZOE.LEELA im November 2009 für die Veröffentlichung ihrer Debüt EP „Queendom Come“ auf dem Kölner Netlabel Rec72.net, das Musik und Visuals konsequent unter Creative Commons (Schöpferisches Allgemeingut) kostenlos verteilt. Unter Ausschluss von Verwertungsgesellschaften, Majorlabels und limitierenden Nutzungsmöglichkeiten sorgte ZOE.LEELAs Debut weltweit für Aufsehen.
Allein im ersten Monat verzeichnete „Queendom Come“ mehr als 34 000 Downloads. Zahlreiche internationale Radio Airplays, Interviews mit Tageszeitungen und internationalen Online Blogs, eine große Deutschlandtour und Werbepartnerschaften mit Premiummarken folgten. Im Rückblick scheint „Queendom Come“ bezüglich der Orientierung in der digitalen Welt als auch musikalisch eine Art Selbstfindungsphase gewesen zu sein. „Ich hatte mich mit verschiedenen Produzenten/Musikern zunächst ausprobiert, nach meinem eigenen Ausdruck gesucht“, sagt ZOE.LEELA, „bei DIGITAL GUILT habe ich sämtliche Grenzlinien gesprengt und ihn gefunden.“
Insgesamt wirkt das Album erwachsener, elaborierter, präsentiert sich in neuer Komplexität. Druckvoller Drum & Bass, treibende Grooves, Jazzfetzen, Dub-Fragmente, mitreißende Melodien und eine immer wieder sehr persönliche, ergreifende Stimme machen die Musik aufwühlend und körperlich. Dabei fällt auf, mit welcher Selbstverständlichkeit ZOE.LEELA sich unterschiedlichste Stile einverleibt, mit Vielseitigkeit spielt. Von Swing über Hip Hop bis zum Jazz – die Künstlerin scheint alle Genres souverän zu beherrschen. „Ich spiele gerne mit Identitäten und versuche erst gar nicht der Welt einen Anschein einer Ganzheit und damit von etwas (Er-) Fassbarem, Berechenbarem zu präsentieren.“
So entstand ein eigenwilliger Mix aus Songs wie Pop- Up, ein genial simples Pop-Stück, oder Violet, von dessen entrückter Sinnlichkeit man sich gern treiben lässt, She Rides, fordernd, bis zur Brutalität rabiat und Jewel oder Homicide, die ihren Zauber und Ideenreichtum schön langsam entfalten und dem Album Tiefe und Originalität schenken.
Garniert mit verzerrten Sounds ist die erste Single Come On ein emotionaler Höhepunkt, bei dem die Sängerin und ihr Produzent Noah Felk stimmlich ein perfekt harmonierendes Duo ergeben. Der Song erinnert an den düsteren Dream-Pop der Achtziger und klingt gleichzeitig aufregend neu. So unverkennbar der Einfluss aus dem Land der gebrochenen und gehäckselten Beats auch sein mag, Hardcore-Electro oder Drum’n’Bass’lern dürfte die Platte doch zu soft sein; sie muss deshalb eigentlich unter “Pop” verbucht werden.
Zoe bewegt sich heute in einem potenten Netzwerk aus Musikern, Fotografen, Filmemachern, Designern und Autoren, die aus dem Projekt ZOE.LEELA das erfolgreiche Projekt ZOO.LEELA machen. Seit Anfang 2011 verleiht ihr die Live-Band mit Pascal Gemmer (Drums), Dominik Kenzler (Gitarre), Patrick Kenzler (Bass) neue musikalische Kraft, mit der sie noch selbstbewusster ihren natürlichen Lebensraum ausfüllen kann – die Bühne.
To be continued…
Das Beerbox-Team wünscht viel Erfolg bei dem Experiment!














Der Beat taugt. Gesang geht so.
Ich fand das ding davor auf jedenfall besser. habs damals auch gepostet:
http://www.beerbox.de/zoe-leela-queendom-come
destroy she says iss n dickes ding.